Der Schlankschnitt ist eine geniale Schnitt-Methode um auch bei mittelalten und älteren, ungepflegten Bäumen größere Eingriffe machen zu können, ohne dass der Baum daraufhin unruhig wird und zahlreiche Langtriebe (Wasserreiser) bildet.

 

Stark verkürzt erklärt:

Jede Astpartie, wird einzeln betrachtet. Es wird die logischste und schönste und oftmals die Äusserste Triebspitze des jeweiligen Astes ausgewählt.

 

Alle Triebe die mit dieser Spitze, durch Länge, Stellung oder Stärke konkurrieren werden nun entfernt, solche Triebe aber, die keine Konkurrenz zur ausgewählten Triebspitze bedeuten, werden belassen. Wird ein Trieb nicht entnommen, weil er zu stark ist und man die Wunde nicht riskieren möchte, oder aus welchem Grunde auch immer er belassen wird, so wird auch dieser Trieb schlank geschnitten nach dem selben Vorgehen.

 

Der klassische Schlankschnitt kennt nur zwei Möglichkeiten, wie mit einem Ast umzugehen ist: entweder er wird entnommen oder er wird schlank geschnitten. Eine Degradierung oder Einkürzung ist nicht vorgesehen.

Ich meine: Wendet man den Schlankschnitt zur Kronenerziehung an, so macht eine

Einkürzung oder eine Degradierung eines Astes oder Zweiges durchaus Sinn.

 

Ein Ziel ist es möglichst viele Terminalknospen (insbesondere im unteren Kronenbereich) am Baum zu erhalten.

 

Der Schlankschnitt ist (Natürlich weitaus ausführlicher als hier beschrieben) ein Hauptthema meiner Schnittkurse.

sehr guter Artikel zum Schlankschnitt: